Hundewissen mit Kopf Logo Hundewissen mit Kopf .
🛁 Hundepflege

Trächtigkeit Hund: Anzeichen, Dauer & Pflege

(aktualisiert: 22. September 2026) 15 Min. Lesezeit

Die Läufigkeit ist ein paar Wochen her, der Kontakt zum Rüden lief gut, und seit einigen Tagen wirkt deine Hündin ruhiger als sonst. Jetzt beginnt das Warten: Ist sie trächtig oder nicht? Die Trächtigkeit beim Hund dauert laut AniCura durchschnittlich 63 Tage, und in dieser Zeit verändert sich deine Hündin deutlich. In diesem Ratgeber erfährst du, wie lange Hunde schwanger sind, welche Anzeichen auf eine Trächtigkeit hindeuten, wie sich die Welpen Woche für Woche entwickeln und was die tierärztliche Untersuchung nach GOT kostet. Dazu gibt es einen klaren Fütterungsplan, Tipps zur Geburtsvorbereitung und einen Überblick, ab wann eine Zucht rechtlich als gewerblich gilt.

Zusammenfassung: Trächtigkeit beim Hund

  • Dauer: Die Tragezeit beträgt laut AniCura durchschnittlich 63 Tage ab Befruchtung, mit einer Schwankung von etwa sieben Tagen.
  • Anzeichen: Frühe Symptome wie Müdigkeit und geschwollene Zitzen sind unspezifisch; sicher ist nur der tierärztliche Nachweis per Ultraschall ab etwa dem 21. bis 25. Tag.
  • Kosten: Ultraschall kostet nach GOT etwa 37,88 bis 113,64 Euro, Abtasten etwa 15,38 bis 46,14 Euro.
  • Fütterung: Ab der fünften Woche steigt der Energiebedarf auf rund 125 Prozent der normalen Ration.

Wie lange dauert die Trächtigkeit beim Hund?

Die Trächtigkeit beim Hund dauert laut AniCura durchschnittlich 63 Tage ab der Befruchtung, mit einer natürlichen Schwankung von etwa sieben Tagen nach oben oder unten.

Wer sich fragt, wie lange Hunde schwanger sind, sollte also mit gut neun Wochen rechnen. Entscheidend ist dabei der Bezugspunkt: Die 63 Tage gelten ab dem Zeitpunkt der Befruchtung, nicht ab dem Deckakt. Da beide Zeitpunkte um mehrere Tage auseinanderliegen können, schwankt die Dauer der Trächtigkeit je nach Hündin spürbar. Eine Tragezeit zwischen ungefähr 58 und 68 Tagen gilt als normaler Rahmen, solange die Hündin gesund ist und die Geburt ohne Auffälligkeiten verläuft.

Warum schwankt die Tragezeit beim Hund?

Die Tragezeit schwankt, weil Spermien im Geschlechtstrakt der Hündin mehrere Tage überleben können. Ein Deckakt am Montag kann also erst Tage später zur eigentlichen Befruchtung führen. Rechnest du ab dem Decktag, verschiebt sich dein erwarteter Geburtstermin entsprechend. Auch die Wurfgröße spielt eine Rolle: Hündinnen mit sehr großen Würfen gebären tendenziell etwas früher, solche mit nur einem oder zwei Welpen oft etwas später. Rasse und individuelle Konstitution kommen hinzu. Fragst du dich, wie lange dein Hund trägt, ist daher der Befruchtungstag die verlässlichste Rechengröße, nicht der Kalendereintrag vom Decktermin.

Wie lässt sich der Geburtstermin berechnen?

Am genauesten lässt sich der Geburtstermin über eine Progesteronbestimmung beim Tierarzt eingrenzen. Der Tierarzt misst dabei den Hormonwert der Hündin rund um die Läufigkeit und bestimmt so den Ovulationszeitpunkt recht präzise. Ab diesem Tag rechnest du 63 Tage weiter und erhältst ein belastbares Zeitfenster für die Geburt. Ohne Hormonbestimmung bleibt nur die Schätzung ab Decktag, mit den beschriebenen Ungenauigkeiten. Plane in jedem Fall eine Pufferwoche um den Termin ein, in der du die Hündin engmaschig beobachtest und die Wurfkiste bereitsteht. Den Zeitraum kannst du im Trächtigkeitskalender aus Deck- oder Befruchtungsdatum ableiten.

Trächtigkeit Hund erkennen: Welche Anzeichen gibt es?

Eine Trächtigkeit bei deinem Hund erkennst du zuverlässig nur per tierärztlicher Untersuchung; frühe Anzeichen wie Müdigkeit oder Appetitverlust sind unspezifisch.

Viele Halter erwarten eindeutige Signale schon in den ersten Tagen. Die Realität ist nüchterner: In den ersten zwei bis drei Wochen zeigt eine trächtige Hündin häufig gar keine sichtbaren Veränderungen. Erst danach treten körperliche und Verhaltenssymptome auf, die allerdings auch andere Ursachen haben können. Die folgenden Karten geben dir einen Überblick über die wichtigsten Hinweise.

😴

Verhalten

Die Hündin wirkt müder, anhänglicher oder zieht sich häufiger zurück als gewohnt.

🍽️

Appetit

Kurzfristige Futterverweigerung oder Übelkeit in den ersten Wochen, später deutlich gesteigerter Hunger.

🐕

Körper

Zitzen schwellen an und verfärben sich, ab etwa der fünften Woche wölbt sich der Bauch sichtbar.

🩺

Sichere Diagnose

Erst Ultraschall oder Abtasten beim Tierarzt bestätigen die Trächtigkeit verlässlich.

Welche Anzeichen zeigen sich in den ersten Wochen?

In Woche zwei und drei fallen vielen Haltern zuerst Verhaltensänderungen auf. Deine Hündin schläft mehr, wirkt weniger spielfreudig oder sucht ungewöhnlich viel Nähe. Manche Hündinnen verweigern zeitweise das Futter oder erbrechen gelegentlich, ähnlich einer morgendlichen Übelkeit. Die Zitzen können leicht anschwellen und sich rosiger verfärben. All diese Zeichen passen allerdings auch zu anderen Zuständen, etwa zu hormonellen Schwankungen nach der Läufigkeit. Eine Trächtigkeit beim Hund erkennen heißt daher in dieser Phase vor allem: beobachten, notieren und den Tierarzttermin für den Ultraschall vorbereiten.

Woran erkennt man die fortgeschrittene Trächtigkeit?

Ab etwa der fünften Woche wird der Bauchumfang sichtbar größer, besonders bei Hündinnen mit mehreren Welpen. Die Zitzen schwellen deutlicher an, und kurz vor der Geburt kann sich erste Milch bilden. In der Endphase spürst du bei ruhigem Auflegen der Hand manchmal die Bewegungen der Welpen. Deine Hündin wird zunehmend träger, sucht sich Rückzugsorte und beginnt mit Nestbauverhalten, etwa dem Scharren in Decken.

Echte Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit?

Die Scheinträchtigkeit ist ein hormonell bedingter Zustand, bei dem eine nicht trächtige Hündin nahezu alle Symptome einer echten Trächtigkeit zeigt: geschwollene Zitzen, Milchproduktion, Nestbau und teils deutliche Verhaltensänderungen. Von außen lässt sich das kaum unterscheiden. Nur die tierärztliche Untersuchung per Ultraschall bringt hier Klarheit. Zeigt deine Hündin ausgeprägte Symptome, lohnt der Termin in jedem Fall, auch um Entzündungen der Gesäugeleiste früh auszuschließen.

Trächtigkeitskalender: So entwickeln sich die Welpen Woche für Woche

Trächtigkeitskalender: So entwickeln sich die Welpen Woche für Woche
KI-generiert

Die Welpen entwickeln sich in neun Wochen von der befruchteten Eizelle bis zum geburtreifen Junghund; die entscheidenden Entwicklungssprünge finden ab der vierten Woche statt.

63
Tage durchschnittliche Tragezeit
9
Wochen Entwicklung im Mutterleib
21–25
Tag des frühesten Ultraschalls
125 %
Futterbedarf ab der 5. Woche
ZeitraumEntwicklung der WelpenVeränderung bei der Hündin
Woche 1 bis 3Befruchtung, Zellteilung, Einnistung in die GebärmutterKaum sichtbare Veränderungen, eventuell müder
Woche 4 bis 6Organe und Gliedmaßen bilden sich, Ultraschall möglichBauch wölbt sich, Zitzen schwellen an
Woche 7 bis 9Welpen wachsen rasant und werden geburtreifDeutlicher Bauch, Nestbau, hoher Futterbedarf

Woche 1 bis 3: Befruchtung und Einnistung

In den ersten drei Wochen passiert alles im Verborgenen. Nach der Befruchtung wandern die Eizellen in die Gebärmutterhörner und nisten sich in der Schleimhaut ein. Die Embryonen sind winzig, die Hündin zeigt äußerlich meist nichts. Wichtig ist in dieser Phase vor allem eines: keine unnötigen Belastungen, keine Medikamente ohne tierärztliche Rücksprache, normale Fütterung wie gewohnt.

Woche 4 bis 6: Organbildung der Welpen

Jetzt legen die Embryonen ihre wichtigsten Organe an, und die Fruchthöhlen werden im Ultraschall sichtbar. Der Bauch deiner Hündin beginnt sich zu wölben, die Zitzen schwellen stärker an. Ab der fünften Woche steigt laut AniCura der Energiebedarf spürbar. Das ist auch der Zeitraum, in dem ein erfahrener Tierarzt die Fruchthöhlen ertasten kann.

Woche 7 bis 9: Endspurt ab dem 50. Tag

Ab etwa dem 50. Tag der Trächtigkeit beim Hund sind die Welpen weitgehend fertig entwickelt und wachsen vor allem noch an Masse. Die Bewegungen im Bauch werden sichtbar, die Hündin ruht viel und beginnt mit dem Nestbau. Jetzt gehören die Wurfkiste an ihren Platz, kurze und ruhige Spaziergänge auf den Tagesplan und die Rufnummer des Tierarztes griffbereit an den Kühlschrank.

Wie weist der Tierarzt eine Trächtigkeit nach?

Der Tierarzt weist eine Trächtigkeit beim Hund in der Regel per Ultraschall nach; ergänzend kommen Abtasten und in der Spätphase Röntgen infrage.

Welche Methode sinnvoll ist, hängt vom Zeitpunkt ab. Zu früh untersucht, liefert selbst ein gutes Ultraschallgerät kein verwertbares Bild. Zu spät abgetastet, sind die Fruchthöhlen schon zu groß und weich für eine sichere Beurteilung. Der richtige Termin entscheidet also über die Aussagekraft.

Vorteile des Ultraschalls

  • Frühester sicherer Nachweis der Trächtigkeit ab etwa dem 21. bis 25. Tag
  • Vitalität der Welpen über die Herzschläge beurteilbar
  • Schonend für Hündin und Welpen, keine Strahlenbelastung

Grenzen der Methoden

  • Ultraschall zählt die Welpen nicht zuverlässig
  • Abtasten nur in einem engen Zeitfenster aussagekräftig
  • Röntgen erst sehr spät sinnvoll und mit Strahlenbelastung verbunden

Ultraschall Trächtigkeit Hund: Ab wann ist er sinnvoll?

Der früheste sichere Ultraschall-Nachweis ist etwa ab dem 21. bis 25. Trächtigkeitstag möglich. Die Herzschläge der Welpen werden typischerweise erst einige Tage später erkennbar. Vereinbare den Termin also nicht zu früh: Ein Ultraschall am 18. Tag kann trotz bestehender Trächtigkeit ein leeres Bild zeigen und unnötig verunsichern. Der ideale Zeitpunkt liegt in der vierten Woche nach dem Decktermin.

Was leisten Abtasten und Röntgen?

Das Abtasten durch einen erfahrenen Tierarzt funktioniert etwa in der Mitte der Tragezeit, wenn die Fruchthöhlen walnussgroß und gut ertastbar sind. Vorher sind sie zu klein, danach zu weich. Das Röntgen kommt erst in der letzten Trächtigkeitswoche infrage, wenn die Skelette der Welpen sichtbar werden. Sein Vorteil: Die Zahl der Welpen lässt sich recht genau bestimmen, was dir bei der Geburt hilft einzuschätzen, ob alle Welpen da sind.

Was kostet die Untersuchung bei Trächtigkeit Hund nach GOT?

Fütterung und Pflege der trächtigen Hündin
KI-generiert

Nach der Gebührenordnung für Tierärzte kostet der Ultraschall etwa 37,88 bis 113,64 Euro und das Abtasten etwa 15,38 bis 46,14 Euro.

Die Spanne erklärt sich aus dem Gebührensatz, den die Praxis wählt. Die GOT erlaubt Tierärzten, je nach Aufwand und Praxislage unterschiedlich hohe Sätze abzurechnen. Dadurch können sich die Preise für dieselbe Leistung zwischen zwei Praxen deutlich unterscheiden. Für die Trächtigkeit deines Hundes solltest du mit folgenden Richtwerten planen:

📋
GOT kurz erklärt

Die Gebührenordnung für Tierärzte regelt, welche Sätze eine Praxis pro Leistung abrechnen darf. Deshalb zahlst du für denselben Ultraschall je nach Praxis unterschiedlich viel. Notdienstzeiten erhöhen die Sätze zusätzlich.

UntersuchungKostenrahmen nach GOTQuelle (Stand 2026)
Ultraschall Trächtigkeitca. 37,88 bis 113,64 EuroFressnapf
Abtasten Trächtigkeitca. 15,38 bis 46,14 EuroAllianz

Was kostet ein Ultraschall zur Trächtigkeit?

Laut Fressnapf liegt der Ultraschall zur Trächtigkeitsuntersuchung beim Hund bei etwa 37,88 bis 113,64 Euro nach GOT. Hinzu kommt meist die allgemeine Untersuchung der Hündin. Ruf vor dem Termin in der Praxis an und frag nach dem voraussichtlichen Gesamtbetrag; seriöse Praxen nennen dir den Rahmen vorab.

Was kostet das Abtasten beim Tierarzt?

Das Abtasten ist die günstigste Nachweismethode: Laut Allianz kostet es etwa 15,38 bis 46,14 Euro. Bedenke aber, dass die Aussagekraft vom richtigen Zeitpunkt und der Erfahrung des Tierarztes abhängt. Für eine sichere Diagnose ist der Ultraschall meist die bessere Wahl.

Welche Faktoren erhöhen die Rechnung?

Teurer wird es durch Termine im Notdienst, zusätzliche Blutuntersuchungen oder ein Röntgen zur Welpenzählung in der Spätphase. Auch Folgetermine zur Verlaufskontrolle summieren sich. Kalkuliere für die komplette tierärztliche Begleitung der Trächtigkeit einen großzügigen Puffer ein, besonders wenn Komplikationen auftreten.

Fütterung und Pflege der trächtigen Hündin

Bis zur vierten Woche frisst eine trächtige Hündin normal weiter; ab der fünften Woche steigt der Bedarf laut AniCura auf rund 125 Prozent der gewohnten Ration.

Die Pflege in der Trächtigkeit folgt einem einfachen Grundsatz: so normal wie möglich, so angepasst wie nötig. In der ersten Hälfte ändert sich fast nichts, in der zweiten Hälfte steigen Energiebedarf und Fürsorgebedarf parallel. Wer zu früh zu viel füttert, riskiert Übergewicht, das die Geburt erschwert. Wer zu spät erhöht, nimmt der Hündin Energie, die sie für die Welpen braucht.

💡
Tipp

Wiege deine Hündin einmal pro Woche zur gleichen Tageszeit und notiere die Werte. So erkennst du früh, ob die Gewichtszunahme im normalen Rahmen liegt, und kannst die Futtermenge rechtzeitig anpassen.

Wie viel Futter braucht eine trächtige Hündin?

In den ersten vier Wochen bleibt die Ration unverändert. Ab der fünften Trächtigkeitswoche erhöhst du die Futtermenge laut AniCura schrittweise, bis du gegen Ende der Trächtigkeit bei etwa 125 Prozent der normalen Ration landest. Verteile die Menge auf zwei bis drei kleinere Mahlzeiten täglich, denn der wachsende Bauch drückt auf den Magen. Achte auf hochwertiges Futter mit guter Energie- und Nährstoffdichte; bei Unsicherheit berät dich dein Tierarzt zur passenden Sorte.

Wie viel Bewegung ist in der Trächtigkeit gut?

Moderate Bewegung bleibt während der gesamten Tragezeit sinnvoll. Ruhige Spaziergänge halten die Muskulatur in Form und beugen Verstopfung vor. Verzichten solltest du auf Sprünge, Apportierspiele mit Vollbremsungen, wilde Raufereien mit anderen Hunden und lange anstrengende Touren. In den letzten zwei Wochen gehst du kürzere Runden in der Nähe des Zuhauses, damit deine Hündin jederzeit zurück kann.

Was sollte man mit Medikamenten und Entwurmung beachten?

Gib deiner trächtigen Hündin keine Medikamente, Spot-ons oder Entwurmungsmittel ohne ausdrückliche tierärztliche Freigabe. Manche Wirkstoffe können die Entwicklung der Welpen schädigen. Besprich mit deinem Tierarzt frühzeitig, welche Parasitenprophylaxe in der Trächtigkeit sicher ist und ob der Impfschutz aktuell ist. Idealerweise klärst du solche Fragen bereits vor dem Decktermin.

Geburt vorbereiten: Wurfkiste, Anzeichen und Notfälle

Zur Geburtsvorbereitung gehören eine rechtzeitig aufgestellte Wurfkiste, das Erkennen der Vorzeichen und ein klarer Notfallplan mit Tierarztkontakt.

Die Geburt selbst schafft eine gesunde Hündin in den meisten Fällen allein. Deine Aufgabe ist es, ihr einen ruhigen Rahmen zu geben und im Ausnahmefall schnell zu reagieren. Stelle die Wurfkiste etwa zwei Wochen vor dem Termin auf, damit die Hündin sie als ihren Rückzugsort annimmt.

Was gehört in die Wurfkiste?

Die Wurfkiste steht an einem ruhigen, warmen und zugfreien Ort, fern von Durchgangsverkehr. Sie braucht einen erhöhten Rand, damit neugeborene Welpen nicht herauskullern, sowie eine niedrige Einstiegsmöglichkeit für die Hündin. Lege waschbare, rutschfeste Unterlagen aus und halte Ersatz bereit, denn bei der Geburt wird es nass. Eine Wärmequelle in Reichweite hilft den Welpen in den ersten Tagen, ihre Körpertemperatur zu halten.

Woran erkennt man die nahende Geburt?

Etwa ein bis zwei Tage vor der Geburt wird deine Hündin unruhig: Sie scharrt intensiv in der Wurfkiste, keucht, verweigert oft das Futter und sucht entweder deine Nähe oder zieht sich komplett zurück. Ein verlässliches Zeichen ist der Abfall der Körpertemperatur; misst du in der letzten Woche regelmäßig rektal, erkennst du das deutliche Absinken kurz vor Geburtsbeginn. Danach folgen sichtbare Wehen.

Wann muss sofort der Tierarzt kommen?

Alarmzeichen sind starke Presswehen über einen längeren Zeitraum, ohne dass ein Welpe folgt, dunkel gefärbter oder übelriechender Ausfluss vor dem ersten Welpen, Fieber, extreme Mattigkeit oder sichtbare Schmerzen der Hündin. In diesen Fällen zählt jede Stunde. Speichere die Nummer deiner Praxis und des tierärztlichen Notdienstes so, dass du sie im Ernstfall nicht suchen musst.

Checkliste: Geburtsvorbereitung für deine Hündin

Wurfkiste zwei Wochen vor dem Termin an ruhigem, warmem Ort aufstellen
Waschbare Unterlagen und ausreichend Ersatz bereitlegen
Telefonnummern von Tierarzt und Notdienst griffbereit speichern
In der letzten Woche täglich die Körpertemperatur der Hündin messen
Fahrbereitschaft klären, falls ein Notfalltransport nötig wird

Ab wann gilt Hundezucht rechtlich als gewerblich?

Nach §11 Tierschutzgesetz gilt eine Zucht in der Regel ab drei oder mehr gezüchteten Hündinnen oder mehr als drei Würfen pro Jahr als erlaubnispflichtig.

Diese Grenze betrifft vor allem Halter, bei denen aus einem Wurf mehr werden soll. Nach Tierhalter-Wissen.de brauchst du oberhalb dieser Schwelle eine behördliche Erlaubnis, die an Sachkunde und artgerechte Haltungsbedingungen geknüpft ist. Das zuständige Veterinäramt prüft die Voraussetzungen vor Ort.

⚠️
Wichtig

Wer ohne Erlaubnis gewerblich züchtet, riskiert empfindliche Bußgelder. Kläre deinen Status im Zweifel frühzeitig mit dem Veterinäramt, statt dich auf Hörensagen zu verlassen.

Was bedeutet die Erlaubnispflicht nach §11 TierSchG?

Die Erlaubnis nach §11 TierSchG stellt sicher, dass gewerbliche Züchter über nachgewiesene Sachkunde verfügen und die Haltung den Tierschutzanforderungen entspricht. Das umfasst ausreichend Platz, Hygiene, tierärztliche Versorgung und die Sozialisierung der Welpen. Die Prüfung läuft über das örtliche Veterinäramt, und die Erlaubnis wird regelmäßig kontrolliert.

Was gilt für den einmaligen Wurf im Privathaushalt?

Ein einmaliger Wurf bei deiner eigenen Hündin gilt in der Regel nicht als gewerbliche Zucht und braucht keine Erlaubnis. Trotzdem trägst du die volle Verantwortung für Hündin und Welpen: artgerechte Aufzucht, tierärztliche Versorgung und eine sorgfältige Auswahl der Abnehmer. Bleibt es nicht bei einem Wurf, solltest du die Rechtslage vor dem zweiten Decktermin klären.

Fazit: Gut vorbereitet durch die Trächtigkeit der Hündin

Die Trächtigkeit beim Hund dauert im Schnitt 63 Tage, und mit dem richtigen Wissen begleitest du deine Hündin sicher durch alle neun Wochen. Die wichtigsten Stichpunkte: Frühe Anzeichen wie Müdigkeit und geschwollene Zitzen sind nur Hinweise; die sichere Diagnose liefert der Ultraschall ab etwa dem 21. bis 25. Tag. Die Kosten halten sich im Rahmen, je nach Gebührensatz zahlst du für den Ultraschall rund 38 bis 114 Euro. Ab der fünften Woche steigerst du die Futtermenge schrittweise auf etwa 125 Prozent, hältst die Bewegung moderat und vermeidest alle Medikamente ohne tierärztliche Rücksprache.

Plane den Geburtstermin mit Puffer, stelle die Wurfkiste früh genug auf und halte die Notfallnummer bereit. Und falls aus dem einen Wurf mehr werden soll: Ab drei Hündinnen oder mehr als drei Würfen im Jahr greift die Erlaubnispflicht nach §11 TierSchG. Mit dieser Vorbereitung steht einem gesunden Wurf nichts im Weg. Wie du die Welpen in den Wochen nach der Geburt behutsam an Menschen, Geräusche und Untergründe gewöhnst, zeigt dir die Checkliste zur Sozialisierung von Welpen.

Tags

Trächtigkeit Hund Hündin trächtig Tragezeit Hund Tierarztkosten Geburt Hund

Häufig gestellte Fragen

Quellen

Verwandte Artikel

MT

Michael Törner

Gründer von Hundewissen mit Kopf

Ich bin Michael — Hundehalter aus Überzeugung und Gründer von Hundewissen mit Kopf. Hier teile ich fundiertes Wissen rund um Ernährung, Gesundheit, Erziehung und Pflege — immer evidenzbasiert und verständlich aufbereitet.

Mehr über mich

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell überprüft. Enthaltene Bilder wurden mittels KI generiert. Mehr erfahren